05.07.2018 Kategorie: Aktuelles, Startseite

Weinbach, Merenberg und Runkel erfassen gemeinsam ihre Straßen


Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich übergibt Bescheid in Höhe von 35.000 Euro für Datenbank – Kommunale Straßen werden nachhaltig verwaltet und bewirtschaftet 

Gießen. „Ich bin ein großer Freund der Interkommunalen Zusammenarbeit, denn gerade kleine Kommunen können davon stark profitieren“, sagt Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich im Rathaus von Weinbach. Gemeinsam mit der Marktgemeinde Merenberg und der Stadt Runkel hat die Gemeinde die Daten von allen Straßen der drei Kommunen abfahren und erfassen lassen. Herausgekommen ist eine Datenbank, die nicht nur den Zustand der insgesamt 51 Kilometer langen Straßen exakt widerspiegelt. Durch sie kann etwa die Notwendigkeit einer Sanierung abgelesen werden. Dieses Projekt hat das Land Hessen mit 35.000 Euro gefördert. Den Förderbescheid übergab der RP nun für das Regierungspräsidium Gießen als zuständige Mittelbehörde an die Bürgermeister.

„Die Grundidee, die dahintersteckt, finde ich sehr gut“, lobt RP UIlrich das interkommunale Projekt. Der Service bleibe derselbe oder sei sogar besser, wenn durch einen Zusammenschluss Wissen gebündelt werde. Das spare nicht nur Arbeitsenergie, sondern auch bares Geld. Jörg Lösing, Bürgermeister von Weinbach, nickt: „Das ist der Weg der Zukunft, weil die Verwaltung eben viel zu klein ist.“ Es gehe eigentlich nur zusammen. Friedhelm Bender, sein Kollege aus Runkel, nickt: „Mit der Datenbank können wir jederzeit überprüfen, in welchem Zustand sich eine bestimmte Straße befindet.“ Die Daten seien nun dauerhaft vorhanden. 

„Das Werkzeug ist sehr effektiv“, berichtet Oliver Jung, Bürgermeister von Merenberg, „alleine wegen der Arbeitszeit, die wir sparen.“ Dadurch, dass diese Aufgabe gemeinsam wahrgenommen wird, erwarten die drei Bürgermeister einen Effizienzgewinn von jährlich 33 Prozent durch eingesparte Personalkosten. „Ich bekomme einen Zustandsbericht, habe dadurch Material in der Hand und kann nachrecherchieren, wie schlecht oder gut die Straße tatsächlich ist“, sagt der Weinbacher Kollege Jörg Lösing. Das betrifft sowohl die Frage der grundhaften Sanierung, als auch die normale Unterhaltung. Die Daten mit Sachstand und auch einer Bewertung des Zustandes tragen dazu bei, die tatsächliche Dringlichkeit zu ermitteln. 

Finanzielle Unterstützung für ein interkommunales IT-Projekt: Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich übergibt den Förderbescheid des Landes in Höhe von 35.000 Euro an die Bürgermeister Jörg Lösing (l.), Oliver Jung (2.v.l.) und Friedhelm Bender (r.). Foto: RP Gießen